Dienstag, 14. Dezember 2010

Weihnachten wie ich es als Kind erlebte..




Auch der Weihnachtsmann hat eine lange Entwicklung hinter sich. Im 16.Jahrhunder füllte in der katholischen, aristokratischen Oberschicht der Nikolaus in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember die Stiefel oder Socken. Brave und fleißige Kinder belohnte er, faule ließ er von einem Gehilfen bestrafen: Knecht Ruprecht - auch Hans Muff, Krampus oder Klaubauf genannt.

Während des 19. Jahrhunderts ging die Verwandlung zum Weihnachtsmann vor sich. Zusammengesetzt aus den Stiefeln, dem Sack und der Rute des Knecht Ruprecht, dem langen weißen Bart aus der kindlichen Gottvater-Vorstellung und dem roten Bischofsornat und der schenkenden Funktion des Nikolaus, entstand der typische Weihnachtsmann.

Inzwischen hat sich die Funktion des Weihnachtsmannes vom liebevollen, aber dennoch autoritären Vater, der das Kind für Bravsein belohnt und für Ungehorsam tadelt, zu einer mehr spaßigen Figur in einem dicken, roten Pelzmantel, einem mächtig runden Bauch und roten, dicken Backen gewandelt.



Gestern habe ich euch versprochen von Weihnachten zu erzählen als ich Kind war.
Bei mir zu Hause wurde nie Advent gefeiert,ich weis es nicht warum,leider kann ich meine Eltern nicht mehr fragen.Am Heiligen Abend habe ich sehr wohl meine Erinnerungen.Den älteren unter uns Bloggern wird einiges vertraut sein,die jüngeren unter uns werden etwas verwundert sein.                                                            
Schon bald in der früh gingen die älteren meiner Geschwister und ich als jüngste zum Geschäft den Weihnachtkarpfen holen.Diese Fische gab es nur an diesen Tag,sie waren in diesen Zink Badewannen und waren natürlich noch lebendig.Der Karpfen sollte 2kg wiegen hat unser Vater gesagt,und so sagten wir es der Geschäftsfrau.Sie nahm den Karpfen aus der Wanne schlug den armen Fisch über den Kopf und packte den Fisch in Zeitungspapier.So gingen wir nach Hause. Was unsere Mutter mit den Fisch gemacht hat weis ich nicht mehr.Zu Mittag gab es immer Würstel,und dann war das warten...Gegen 14h kam mein großer Bruder,er verschwand immer im Schlafzimmer das nur an diesen Tag mit den Kachelofen geheizt wurde. Lange Zeit hatte ich keine Ahnung das mein geliebter großer Bruder den Christbaum schmückte.Gegen 16h kam immer Vaters Nichte mit einer großen Schüssel Kekse,nie werde ich vergessen wie wir, uns jedes Jahr auf diese Kekse freuten.Heute denke ich noch oft daran wie schön diese Kekse gemacht waren.Es gab Tee und Kekse für alle.Das warten war für uns zappeligen Kinder eine lange Zeit,und wir spitzten unsere Ohren wenn doch endlich das Glöckchen  läuten würde.Nach dem Abendessen war es dann so weit.                                      
Niemals werde ich diesen Geruch und diese wunderbare Freude mehr erleben,es war so wunderbar,die Eisblumen am Fenster,die Kerzen die so strahlten, die Sternspritzer die sprühten, und die Wärme die in diesen Raum war,der Geruch von dem Fichtenbaum ...Geschenke lagen unter dem Baum...                                

Ihr wollt jetzt sicher wissen was es an Geschenken gab,das werde ich euch morgen erzählen,denn dazu gibt es eine lustige Geschichte.                                                                                

Kommentare:

  1. Liebe Edith,

    wunderbar, wie da Erinnerungen hochkommen. Woran liegt es eigentlich, dass Weihnachten nie wieder so gefühlt wird wie als Kind? Ich finde es so schön, dass du deine Erinnerungen mit uns teilst. Und die Bräuche und Abläufe an Heiligabend sind doch immer schön.

    GGLG Anne

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  2. Liebe Edith,

    das behält man immer in Erinnerung, und
    ich lese sehr gern, wie es bei anderen an
    Heiligabend war.

    Du hast das wunderbar erzählt.

    Liebe Grüße
    Angela und Elisabeth

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  3. Wunderschöne Erzählung, liebe Edith! Karpfen gabs bei uns auch unbedingt! Und mit denen verbinde ich auch Heiligen Abend und die vorweihnachtliche Zeit. Denn die haben (immer 2) bei uns in der Badewanne die Zeit verbracht bis zum 24-ten. Ich habe oft... mit den Karpfen geredet. :) O, was für peinliches Geständnis!
    Danke für deine Geschichte!

    Liebe Grüße!
    Dagi

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  4. Liebe Edith
    Das sind wundervolle Erinnerungen an Weihnachten. Ja dieser Tag, der heilige Abend, war auch für uns als Kind ja sowas von Besonders. Und dann der Augenblick, als das Glöckchen fein klingelte - das Christkind war da ... wir Kinder haben uns sonntäglich gekleidet und es war immer einen wunderbar feierliche Stimmung. Hach, danke für deine Erinnerungen, sie lassen auch mich in den Kindertagen schwelgen.
    Liebe Grüsse
    Ida

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  5. Liebe Edith,

    Schön verwortet und damit auch behalten nun es ja geschrieben da steht. Schade das welchen Fragen erst (zu) spät auf kommen wobei die Eltern oder Großeltern nicht mehr da sind. Hätte es damals so ein Blog gegeben konnte man es noch mal nachlesen! Sehr wertvoll für deine Kinder jetzt.
    Für uns war es anders. Kein Baum da der Papa Jahre dagegen war; später doch eingegeben... Wir liefen oft im Schnee zur Kirche für die Mitternachtliche und sehr feierliche Messe mit viel Gesang und Kerzen. Dann wieder heim wurde etwas warmes gegessen was schon vorbereitet war und dann ins Bett. Aber keine Geschenke da der Nikolaus dafür schon sorgte.

    Lieber Gruß,

    Mariette's Back to Basics

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  6. WUNDERSCHÖN!! Ich freu mich schon drauf, wie es weitergeht.... :-)

    Nora

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  7. Liebe Edith,
    du hast uns sehr schön aus deinen Erinnerungen erzählt..Das klingeln der Glocke hat mir als kleines Kind immer etwas Angst gemacht.Wir hatten auch immer wunderschöne Weihnachten und ich sehne mir auch noch einmal die Zeit herbei.Es stimmt mich manchmal traurig es nicht mehr erleben zu dürfen.Nun versuche ich vieles an unseren Kindern weiter zugeben.Ich freue mich schon auf deine Fortsetzung.
    GGGlG Diana

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  8. Da kommt man ja echt ins Träumen..herrlich..

    lg kristin

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